Mein weltwärts-Jahr in La Paz/El Alto

„It always seems impossible until it's done."-Nelson Mandela

 
19Juni
2016

Valle de las Animas

Zwei Wochen verbrachte ich dann schon wieder ein paar Stunden in einem Tal. Dieses Mal im Valle de las Animas mit Freddy, wo es keine Touristen gibt und es ein bisschen grüner ist.

Allgemein erinnert es aber trotzdem stark an das Valle de la Luna mit seinen beeindruckenden Steinformationen.

Ganz so weit rein liefen wir nicht, da ich von meiner Erkältung noch nicht ganz erholt und schnell außer Atem war, aber ich bekam trotzdem einen ganz guten Eindruck und es hat mir gut gefallen.

Danach waren wir noch kurz in einem Park, in dem es einen kleinen See zum Tretbootfahren gibt. Leider muss man für solche Parks immer Eintritt zahlen und es gibt sie nur in der Zona Sur (Reichengegend), ansonsten sind Grünflächen hier nämlich grundsätzlich eingezäunt, sofern es überhaupt welche gibt.

19Juni
2016

Valle de la Luna

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bin ich grade dabei die Ausflugsziele in der Nähe abzuklappern, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe.

Auch das Valle de la Luna (Mondtal) hatte ich vorher noch nicht besucht und fuhr ich mit Sophia mal sonntags hin. Zu sehen gibt es seltsame Formationen aus Erde und Stein, die wohl anscheinend an die Mondlandschaft erinnern sollen. 

19Juni
2016

Mädelswochenende am Lago Titicaca

Vor gut einem Monat verbrachte ich mit Lena, Sophia und Alma (Sophias Hund) ein seeehr entspanntes Wochenende am Titicacasee.

Wir fuhren Samstagmorgen los und kamen mittags in Copacabana an. Es ist wirklich wunderschön dort, ein bisschen zu viele Touristen, aber ansonsten aber das totale Paradies! Es fühlt sich an als wäre man am Mittelmeer. Ich finde die Bolivianer müssen gar nicht so traurig über ihr verlorenes Meer sein ;) (Gut, dass hat andere Gründe, aber am Titicacasee fühlt man sich echt wie am Meer). 

Bald darauf machten wir uns mit dem Boot auf zur Isla del Sol (Sonneninsel). Die Bootsfahrt war auch super schön und es fühlte sich an wie Urlaub. Trotz der zauberhaften Kulisse auf der Insel unternahmen wir dort nicht besonders viel, da wir alle ein wenig Erholung brauchten. Wir aßen Trucha (Forelle) und Schnitzel, redeten noch kurz und gingen dann sehr früh schlafen.

  

Am nächsten Morgen fuhren wir schon wieder zurück zum Wallfahrtsort Copacabana, wo wir uns Pizza und frischgepressten Saft gönnten und uns die Basilica ansahen, vor der immer Autos getauft werden.

Zwei schöne und unanstrengende Tage am Titicacasee!

10Juni
2016

Kurztrip nach Sorata

Hallo meine Lieben, 

nach einiger Zeit melde ich mich nun mal wieder und ich muss sagen, dass dieser Eintrag auch schon längst überfällig ist. Ins ruhige Bergstädtchen Sorata fuhr ich nämlich schon am letzten Freitag im April um dort dann den Samstag gemütlich mit Margot, Maria und Freddy zu verbringen.

In Sorata angekommen übernachteten wir erst mal in einem Hostel. Am nächsten morgen liefen wir dann ein bisschen durch das Dorf und schauten dem Markttreiben zu. 

  Cherimoya

Danach unternahmen wir eine kleine Wanderung zu einem Fluss, auf der wir einige Fotos schossen und ansonsten die Landschaft genossen.

Später besichtigten wir die Gruta de San Pedro (Höhle), in der es einen Höhlensee gibt, auch das hat mir gut gefallen.

Zum Schluss genossen wir dann nochmal die Aussicht über Sorata die Aussicht und picknickten am Fluss, ein schöner Abschluss eines gelungenen Tages!

Auf der Fahrt nach Hause wurde uns dann klar, wieso wir den ganzen Tag nicht ein Mal die Sonne zu Gesicht bekommen hatten:

Über Sorata hing ein, zumindest von oben, wunderschönes Wolkenmeer. Von unten war's leider nicht ganz so vorteilhaft.

Viele liebe Grüße aus dem frischen La Paz bzw. El Alto ♥

17Mai
2016

Anna-Lena- die Kartoffelbäuerin

Vor einigen Wochen musste ich samstags seeeehr früh aufstehen um mit meiner Gastfamilie und Maria in das Dorf aus dem mein Gastvater stammt, zu fahren. Zum Kartoffeln ernten.

Nach drei Stunden Fahrt und 30 Minuten Fußmarsch kamen wir in einem typischen, kleinen Dorf auf dem Altiplano in der Nähe des Titicacasees an. Und wieder einmal war ich begeistert von der wunderschönen Natur Boliviens. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich dieses Land liebe.

 

Doch lang konnte ich diesen Anblick nicht genießen, denn wir waren ja nicht zum Vergnügen dort. Ich kann euch sagen, ich habe in meinem Leben noch nie etwas so anstrengendes gemacht, mir tat irgendwann einfach nur noch alles weh und ich hatte noch Tage danach Muskelkater. Dennoch hat es auch Spaß gemacht, da man seine Erfolge sofort sah, am Ende des Tages behaupten konnte etwas geschafft zu haben und es doch auch schön war mal was Praktisches zu machen. Ich habe seit dem größten Respekt vor allen Bauern dieser Welt, vorallem vor denen die noch vieles ohne Maschinen machen.

  

Zur Stärkung gab es natürlich, wer hätte es gedacht, KARTOFFELN, Chuño und Tunta, serviert im Ahuayo (buntes Tragetuch).

Ein eindrucksvoller Tag!

 

Durch Zufall habe ich gerade entdeckt, dass ich vor ziemlich genau einem Jahr meinen ersten Blogeintrag mit dem Titel "Noch vier Monate..." veröffentlicht habe, einfach krass, weil es damals noch knappe vier Monate bis zur Ausreise waren, jetzt sind es noch weniger als vier bis zu Abreise, der ich mit sehr gemischten Gefühlen entgegen blicke.

17Mai
2016

Día del Niño

Den Tag des Kindes, der dieses Jahr auf den 12. April fiel, feiert man hingegen verhältnismäßig groß. Überall gibt es Aktionen für die Kleinsten.

Im Projekt haben wir diesen Tag im Prinzip wie einen Kindergeburtstag aufgezogen. Es gab Torte, Spiele wie Eierlauf, Luftballontanz, Reise nach Jerusalem und Zeitungswettrennen, eine Piñata, leckeres Essen, Gelatina und Luftballontiere.

       

Ein wunderschöner Tag, an dem viel gelacht wurde!

Ich würde sagen, Bilder sagen oft eben wirklich mehr als tausend Worte und halte mich in diesem Sinne kurz.

07Mai
2016

Ostern

Anders als erwartet spielt das Osterfest in Bolivien so gut wie gar keine Rolle.

Am Karfreitag ging ich mit zum Kirchenausflug zu "aguas termales" (Thermalbädern), die im Gegensatz zu denen in Urmiri aber nicht besondern einladend waren.

Ganz interssant war dann jedoch die Taufe, die an diesem Tag dort gefeiert wurde. Erst wurde gesungen, dann wurde das Taufversprechen gegeben und wir begleiteten die Täuflinge in einer singenden Karavane zu den Becken, in denen sie in weißen Gewändern per Ganzkörpertaufe getauft wurden.

Am Samstag unternahm ich dann den Versuch Eier zu färben, das Ergebnis war allerdings nicht ganz so berauschend. Außer mit Kaffeepulver funktionierte überhaupt nichts und so musste ich die restlichen Eier noch mit Fingerfarbe bemalen.

Nichtsdestotrotz versteckte ich am Sonntagmorgen ganz traditionell Ostereier für meine Gastfamilie, die sich wenig später auf die Suche begab. Zu meiner Freude hatten nicht nur die Kinder ihren Spaß dabei.

Auf dem mittleren Bild ist übrigens auch Maria zu sehen, eine Freundin von Freddy, die seit dem Osterwochenende bei uns wohnt und mit mir arbeitet.

Etwas verspätet kam dann schließlich am Dienstag nach Ostern der Osterhase auch  in mein Projekt. Es gab für alle Kinder ein Osternest mit Süßigkeiten, Aufklebern, Radiergummi und Gummidino.

Was man leider zu den Fotos sagen muss, ist, dass kaum noch eines der Kinder, die auf den Fotos zu sehen sind, ins Projekt kommt. Anders als im alten Projekt findet dort ein ständiger Kinderwechsel bei den Schulkindern statt.

20März
2016

Cambios

Guten Abend ihr Lieben,

ich hatte ja schon öfter mal  erzählt, dass sich Anfang des Jahres einiges bei meiner Arbeitssituation verändern wird, davon möchte ich euch nun  endlich berichten.

Am 25. Januar hat "Uniña" in El Alto im Barrio 8 neu eröffnet, doch nun ja erst mal kamen leider überhaupt keine Kinder. Die ersten vier Wochen liefen sehr schleppend an, es kamen wenige oder keine Kinder und auch nur sehr unregelmäßig. Diese Zeit war ziemlich frustrierend, da ich ja auch jeden Tag insgesamt zwei bis drei Stunden Fahrtzeit auf mich nehmen muss. Die Tage im Projekt habe ich dann hauptsächlich mit Verschönerungsaktionen verbracht, an denen ich, wenn Zeit bleibt, immer noch dran bin. 

Dann vor drei Wochen geschah ein kleines Wunder, als ich morgens gegen 9:30 Uhr ins Projekt kam, saßen plötzlich viel mehr Kinder am Tisch als sonst. Mittlerweile haben wir etwa 6-8 Kinder im "Kindergarten" und ich glaube, es müssten ungefähr 12 Kinder bei Apoyo Escolar (Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe etc.) sein. Meine Aufgaben haben sich ein bisschen verändert, ich bin jetzt vor allem für Englisch zuständig. Das heißt ich mache fast täglich erst eine Stunde mit den Jüngeren von 5-7 Jahren, die noch nicht richtig oder noch gar nicht lesen und schreiben können Englisch und dann mit den Älteren, wobei diese in Englisch auch noch keine Vorkenntnisse haben. Nicht immer ganz einfach, da es manchmal eine Schwierigkeit darstellt die Kinder für Englisch begeistern zu können und sie ruhig zu bekommen und für jeden Tag etwas vorzubereiten. 

Schon nach wenigen Wochen kann ich sagen, dass ich doch froh bin, dass wir genau an diesen Ort umgezogen sind, die Kinder sind mega süß, können die Hilfe aber wirklich gebrauchen, da viele von ihnen große Probleme in der Schule haben und zu Hause keine Untersützung erhalten, was man ihnen ebenfalls anmerkt. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass man den Unterschied La Paz-El Alto so extrem merkt, was aber auch daran liegen mag, dass die Kinder im vorherigen Projekt, teils schon viele, viele Jahre dort betreut wurden.

Luis Mathias Joel Jhenny

Letzten Donnerstag haben wir dann auch gleich schon ein Apthapi, eine Art Picknick, bei dem jeder etwas zu Essen mitbringt und es mit den anderen teilt.

Nun eine Bitte an euch: Falls jemand Vorschläge und Ideen, zu den folgenden Punkten hat, der möge sich doch bitte ohne Scheu bei mir melden, ich freue mich über jeden noch so kleinen Tipp!

→ Englischunterricht/kurs/hilfe für Anfänger, eine Gruppe kann schon lesen und schreiben, die andere noch nicht (mit den Kleinen habe ich jetzt vor allem Spiele zu Farben und Früchten gemacht, mit den Größeren habe ich mit Zahlen und Grundwortschatz angefangen)

→ Verschönerungsaktionen in einer Kinderbetreuungsstelle (bis jetzt Tür- und Eingangsschilder, Papier-Luftballons, Moosgummiblumen- und schmetterlinge im Babyraum, Affen- und Giraffenbild, Aufbewahrungsgefäße in Tierform aus Plastikflaschen)

→ Bastel- sowie Lernspielideen mit den Kindergarten-Kindern am Nachmittag (gestaltet sich ein wenig schwierig, da noch keiner ausmalen, schneiden usw. kann)

Joel Cielo beim Schaukeln Mitchell, Luz Alejandra und José

Wenn ihr die Fotos seht, versteht ihr vielleicht, dass mir die Kinder schon in kurzer Zeit ans Herz gewachsen sind und ich sie im September nicht zurücklassen möchte, was ich wohl aber leider muss. Überhaupt, jetzt da ich schon die Hälfte meiner Zeit hinter mir habe, kommen immer öfter die Gedanken an den Abschied in weniger als sechs Monaten. Die Zeit geht so wahnsinnig schnell rum und ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen von hier wegzugehen.. Auch der Gedanke, dass nach mir ja wieder eine neue Freiwillige kommt, ist nur schwer zu ertragen. Deshalb heißt es: die Zeit, die ich hier noch in Bolivien habe, genießen und das Allerbeste, was überhaupt geht, darauß machen, um möglichst viele schöne Erinnerungen und Erfahrungen mitnehmen zu können, sowie den Kindern eine wunderschöne Zeit ermöglicht zu haben.

Liebste Grüße♥

20März
2016

Holi Festival of Colours in Cochabamba

Am 27. Februar war in Cochabamba ein Holi-Festival, zu dem viele BKHW-Freiwillige aus verschiedenen Städten nach Cochabamba reisten, war lustig smile

20März
2016

Ein Wochenende Leben auf dem Land

Vor ein paar Wochen schon schloss ich mich Freddy und Leuten aus seiner Kirche an, ein Wochenende in einem Dorf namens Caracato in der Region Sapaqui im Tal der Anden, wo Früchte wie Pfirsiche, Pacay (siehe Foto) und Tuna (Kaktusfrucht) aufgrund des günstigen Klimas angebaut werden, zu verbringen

 Auf der Fahrt, bis es dann in die Berge ging, wo die Straßen ein wenig anders aussehen :)   Kaktusplantage Beim   Pacay-Baum

Es war total spannend zu sehen wie die Menschen hier in den Dörfern leben. Das Leben in der Stadt ist nämlich wirklich ziemlich anders, viel moderner und technischer. Im Haus hatten sie kein fließendes Wasser, als Toilette dienten zwei Löcher im Boden, gekocht wurde über dem Feuer und gebacken im Lehmofen. 

Kochen  Ofen 

Es wurde gesungen, gegessen und am Sonntagmorgen haben wir zusammen selbst Humintas al horno , eine bolivianische Spezialität zubereitet. Außerdem gab es noch große Mengen Fleisch und Kartoffeln ebenfalls al horno (aus dem Ofen).

Jede Menge Fleisch

Die Herstellung der Humintas war richtig zeitaufwändig. Zuerst mussten riesige Mengen Maiskörner vom Maiskolben entfernt werden, dann wurden sie durch eine Presse gedrückt und mit Zimt und Anis vermengt, später mussten wir die Masse dann in die Blätter einwickeln und ein Stück Käse hineinlegen, bevor sie zum Schluss im Ofen gebacken wurden. Es war doch sehr spaßig und schön Humintas mal selber zu machen, obwohl sie mir  überhaupt nicht schmecken.

Fast fertig Fertig!

Eine super Erfahrung auch mal mitzuerleben wie die Bolivianer auf dem Land leben und dem Stress, der schlechten Luft und der Überfülltheit der Großstadt zu entfliehen, auch wenn ich das Leben in La Paz und El Alto mittlerweile liebe.

 

 

 

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